Aufgabe 8: Organisiere Dein Netzwerk- Listen, Blockieren, Unfollow

Wie sehr Du Dein Twitter-Netzwerk organisierst- oder ob Du es überhaupt tust- hängt alleine von Dir ab. Du kannst Deinen Twitter Feed als Zeitung sehen, die Dir zufällig Nachrichten von unterschiedlichen Autoren zu verschiedenen, für Dich relevanten Themen offeriert. Oder Du sortierst die Personen in Gruppen (lists), abonnierst einzelne hashtags und liest die Tweets geordnet in verschiedene Zeitungsbünde. Oder Du machst irgendwas dazwischen….

Wenn Du mit Twitter beginnst, reicht es meist, sich bei Twitter einzuloggen oder die Twitter App zu nutzen. In Deiner Twitter Timeline erscheinen dann einige, aber nicht alle Tweets- Twitter macht eine Vorauswahl (mehr dazu):

  • Tweets you are likely to care about most will show up first in your timeline. We choose them based on accounts you interact with most, Tweets you engage with, and much more. You can find instructions for how to turn off this behavior here.
  • You may see a summary of the most interesting Tweets you might not have seen, labeled as In case you missed it.
  • You may also see content such as promoted Tweets or Retweets in your timeline.
  • Additionally, when we identify a Tweet, an account to follow, or other content that’s popular or relevant, we may add it to your timeline. This means you will sometimes see Tweets from accounts you don’t follow. We select each Tweet using a variety of signals, including how popular it is and how people in your network are interacting with it. Our goal is to make your Home timeline even more relevant and interesting.

Dies ist für einen kurzen Überblick genügend. Willst Du aber gewissen Personen oder Themen gezielt folgen oder keinen Tweet verpassen, solltest Du Dein Netzwerk ein wenig organisieren. Der erste Schritt dazu sind Twitter Listen.

Eine Liste kannst Du über Dein Profil erstellen:

 

Im ersten Tab erscheinen die Listen, die Dir gehören. Im zweiten Tab sind Listen, zu denen Du von anderen Twitter Nutzern beigefügt wurdest. Rechts daneben kannst Du eine neue Twitterliste erstellen:

Wenn Du eine Twitter Liste erstellst, kannst Du auswählen, ob diese privat oder öffentlich sein soll. Zu privaten Listen hast nur Du Zugriff und die Twitter Nutzer werden NICHT benachrichtigt, wenn Du sie der Liste beifügst. Öffentliche Listen sind- ja, genau- öffentlich und die Twitter Nutzer erhalten eine Benachrichtigung, dass sie auf Deiner Liste sind. Du musst einer Person nicht folgen, um sie einer Liste beizufügen!

 

Um nun jemanden Deiner Liste beizufügen (oder später zu entfernen), gehst Du auf sein Profil, klickst auf die drei Punkte neben „Follow“ und wählst die zweite Option in der drop down Liste: Add or remove from lists.

 

Gehst Du nun auf die entsprechende Liste, siehst Du dort alle Tweets, die von Mitgliedern der Liste gesendet wurden. So kannst Du bestimmten Leuten oder bestimmten Themen gezielt folgen- einer Deiner Zeitungsbünde!

 

Je mehr Dein Netzwerk wächst, umso wichtiger werden Listen um den Überblick nicht zu verlieren. Auch ändern sich wahrscheinlich die Themen, die gerade relevant für Dich sind. Mit Listen kannst Du Dir immer das Thema rauspicken, über das Du momentan mehr erfahren willst. Mit Listen kannst Du aber auch wertvolle Informationen mit anderen teilen- in dem Du die Liste öffentlich machst und damit Deine Follower auf weitere spannende Personen hinweist. Jede Liste hat eine URL, welche Du verschicken kannst. Hier zum Beispiel der Zugang zur Teilnehmerliste dieses Kurses: https://twitter.com/mcschlatter/lists/teilnehmer-3wot-30-10-17

Nun sind die Listen auf Twitter nicht gerade sehr benutzerfreundlich- Du musst auf Dein Profil zugreifen, dann auf die Listen, und dann kannst Du jede Liste einzeln ansehen. Besser geht dies auf dem Desktop Computer mit Tweetdeck. Tweetdeck läuft als App oder im Browser und erlaubt in Form von Spalten diversen Listen, Hashtags oder sogar Suchbegriffen zu folgen. So sortierst Du Deine immer grösser werdende Zeitung in schöne Bündel, die Du alle gleichzeitig anschauen kannst. Tweetdeck gehört übrigens Twitter. Es gibt keine mobile Version, man kann aber über den mobilen Browser auch vom smartphone aus auf Tweetdeck zugreifen.

Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Hootsuite, welches sich nicht nur auf Twitter beschränkt. Zudem gibt es mehrere Apps für Twitter auf dem Smartphone, welche ich hier aber nicht vorstellen werde.

Denk darüber nach, welchen Twitter Nutzern Du sehr gerne folgst und welche Tweets Du nicht verpassen willst. Kreiere eine erste Liste mit diesen Personen. Falls Du schon Menschen zu verschiedenen Themen folgst, kannst Du auch mit ihnen erste Listen erstellen: Deine Berufskollegen, inspirierende Persönlichkeiten, Organisationen oder „just for fun“. Entschliesst Du Dich, eine Liste öffentlich zu machen, schicke mir die URL in einem Tweet mit dem hashtag #3WoT

Mute, Unfollow, Block

Manchmal stellt sich eine Person doch nicht als so interessant raus, als Du zuerst gedacht hast. Oder sie beginnt Dich sogar zu nerven, weil sie sehr häufig für Dich Uninteressantes tweeted. Dann ist es Zeit, die Person zu „muten“, zu „unfollowen“ oder sogar zu blockieren. Dies geht ganz einfach:

Zuerst einmal ist der „Follow“ Button auch gleich ein „Unfollow“ Button. Wenn Du mit der Maus darüberfährst, wechselt der Button die Farbe und Du kannst jemanden „unfollowen“.

Daneben kannst Du eine Person auch einfach „muten“, also auf still stellen. Sie bleibt dann in Deinem Netzwerk, Du siehst aber keine Tweets mehr von ihr. Bedrängt Dich jemand, dann ist es Zeit zu blockieren. Die Person kann Dich dann nicht mehr kontaktieren und auch Deine Tweets nicht mehr lesen.

Um Dein Twitter-Netzwerk übersichtlich zu halten und Deine Zeitung möglichst gehaltvoll zu gestalten, kann es nötig sein, hin und wieder Personen aus dem Netzwerk zu entfernen. Dies ist keine Beleidigung für die betreffende Person, sondern Du und sie passen einfach nicht zusammen, und Deine Zeitung wird besser ohne ihre Tweets.